Donnerstag, 12. Mai 2011

Der Countdown für die 1. Rödelheimer Musiknacht läuft - Flyer liegt aus


Rödelheim. So, die Musiknacht steht und das Quartiersmanagement, also Heike Hecker, hat dazu noch ein hübsches, 24 Seiten starkes Programmheft herausgegeben, dass es im Büro in der Westerbachstraße gibt. Darin sind noch einmal genau alle Veranstaltungsorte aufgelistet (siehe Lageplan oben), aber vor allem wichtige Detail dazu. Etwa, gibt es an der Station eine Imbiss- oder Getränkeversorgung oder steht eine Toilette zur Verfügung. Leider, leider - lässt sich das Booklet nicht als PDF zum Download hier ablegen. Aber: wer weiterliest wird nichts verpassen.

1. Auguste Oberwinter-Haus, hier gibt es Getränke und ein WC. Programm: 18-19 Uhr: Amanda Taktlos Frauenchor, 19-20 Uhr: Milan, 20-21 Uhr: Die Rödelheimer Neuner, 21-22 Uhr: Milan.

2. Biomarkt Picard/Metgerei Kerber: Bewirtung und WC. 18-19.30 Uhr: Dejavu, 20-22 Uhr: Papas Finest Boogie Band.

3. Bistro Zentritreff/Kiosk am Zentmarkweg: Bewirtung (Griechisch vom Grill) und WC: 18-19 Uhr: k.o.d., 19-20 Uhr: Jenny's Jazz, 20-21 Uhr: Human DNA.

4. Blauer Steg: WC. 18-19 Uhr: Sunrise (Blues&Oldies), 19-20 Uhr: Dolphins & Stars, 20-21 Uhr: Stew Rock.

5. Brentanobühne im Park: 18-21 Uhr: offene Bühne, 21-22 Uhr: Ruth Kempel, Schattentheater Dornröschen.

6. Garten Salerno (Breidensteiner Weg 26): 18-22 Uhr: Jürgen Salerno und Schüler.

7. Niddagaustraße 17 (Hof): 18-19 Uhr: Petra Kühmichel und Schüler.

8. Pavillon Brentanopark: 18 Uhr: Yapma YAP, 18.30 Uhr: Fellblech, 19 Uhr: Fellblech, 19.30 Uhr: Yapma YAP, 20 Uhr: Herr Ebu, 21 Uhr: Commotion.

9. Petrihaus: 18 Uhr: Dreiklang, 18.30 Uhr: Streichspaß.

10. Rewe (Reichsburgerstraße): 18-19 Uhr: Ismael Seck und Les Ismaelis

11. Schusterstübchen: Getränke und WC, 18-19 Uhr: Peter spielt Rock und Country.

12. Sozial- und Rehazentrum West: Getränke und WC, 18.30 Uhr: Rödelheimer Neuner.

13. Friseurgeschöft Fön-x: 18-19 Uhr: Marco Sahlmann.

14. Hof vor der Feuerwehr (WC): 19-20 Uhr: Ismael Seck und Les Ismaelis.

15. Just Delicious an der Rollschuhbahn, Bewirtung, Köstlichkeiten für den Picknickkorb und Cocktails, 19-20 Uhr: B-Poet.

16. Leo Pinkertons Kunstkabinett: Getränke und WC, 19-20 Uhr: Rusebud, 20-21 Uhr: Streichspaß, Dreiklang, 21-22 Uhr: Susanne Heidrich.

17. Solmspark Sitzgruppe am Schlossmodell: 19-20 Uhr: Jemal Malasidze, 20.30 Uhr: Petra Kühmichel und Kurt Rohloff.

18. Captains Inn, Bewirtung und WC: 20-22 Uhr: Hendrick und Freunde.

19. Anglerheim: Bewirtung und WC: 20-21 Uhr: Wollmeik.

20. Haus Biegwald: Bewirtung und WC, 20.30-22 Uhr: 4 Rusty Nails.

21. Musikjugendhaus Hausen (L.-Landmann-Str. 338), ab 16 Uhr Bewirtung, Kaffee,Kuchen.Grillen und WC, 20-21 Uhr: Texas Cornflakes Massacre, 21-22 Uhr: Bornheim Bombs.

22. Vereinsringhaus: Bewirtung und WC, 20-24 Uhr: Young Music Events.

23. Raumstation auf der Insel: Getränke und WC, 20-21 Uhr: Ensemble Rosenbusch, Bei Regen: Stummfilm Buster Keaton "The General" Orgel-Konzert mit Sven Wortmann.

24. Yellow Stage, Hazelwood Studios, Schuhmaschinenfabrik, Westerbachstraße 47 (Hinterhaus): WC, 21-22 Uhr: Kenneth Minor Studiokonzert, ab 22 Uhr: Andrew Vladeck, 23 Uhr: Octa Logue.

25. Brentanopark Rollschuhbahn: ab 22 Uhr: Stummfilm Buster Keaton "The General" Orgel-Konzert mit Sven Wortmann.

Man merkt es gleich: Das Programm umfasst viele Musikstile. Vom klassischen Männerchorgesang über Klassik, Punk, Jazz, Rock, Folk oder Songwriting und vieles, was dazwischen liegt. Wichtig: Es kostet keinen Eintritt. Wer aber etwas spenden möchte (auch die Flyer kosten Geld) kann dies natürlich tun:
Diakonie Frankfurt, Konto 407 100, Bankleitzahl 500 502 01, Frankfurter Sparkasse. Verwendungszweck: Rödelheimer Musiknacht.

Auch wichtig: Jeder darf sich seinen eigenen Picknickkorb packen und mitbringen. Das selbe gilt natürlich auch für Sitzgelegenheiten und - wir wollen es nicht hoffen - wetterfeste Kleidung.

Organisiert haben die 1. Rödelheimer Musiknacht: Purvanty Adnan Syarief, Stefan Bublitz, Henning Diehl, Sebastian Flotow, Wolfgang Gietz, Gerhard Häringer, Heike Hecker, Ruth Kempel, Gülenay Kocak, Gertrud Kohler, Gerda Kremser, Hanne Lottner, Inge Pauls, Leo Pinkerton, Jonas Reitz, Florian Ricker, Emil Rübsamen, Susanne Schaaf und Sven Wortmann.





















Dienstag, 10. Mai 2011

Eintracht verliert, Fans ticken aus

Rödelheim. Ja, ich hab's mit eigenen Augen gesehen. Hatte ja angekündigt, ins Waldstadion zu gehen, um meinen FC siegen zu sehen. Und so kam's ja auch. Wobei unmittelbar nach dem Elfmetertor vom Poldi das sportliche ganz schnell vergessen war.
Dabei hatte alles ganz gut angefangen. Am Morgen noch hatten wir diskutiert: Nur den Schal? Trikot? Neutrales Outfit? Schließlich war das Spiel von Seiten der Polizei als "erhöhte Sicherheitsstufe" eingeschätzt worden. Und ich wollte ja nicht provozieren, oder mit später, auf dem Rückweg in der S-Bahn, dumme Pöbeleien anhören müssen. Ich entschied mich für das Trikot - packte aber noch eine Jacke ein.
Mit ein paar Freunden wollte ich mich treffen. Mit Theo (Leverkusen-Fan - das geht!), Claudio (Spitzname "Tünn", FC-Fan), Mason und Laura (Eintracht). Schon an der Taunusanlage merkte ich, dass die Atmosphäre alles andere als aufgeheizt war. Menschen in Eintracht- und FC-Trikots stiegen gemeinsam in Grüppchen in die Bahn. Ich wurde mutiger und öffnete die Jacke.
Auf dem Weg zum Eingang zog ich diese dann ganz aus. Auch dort: alles prima, total entspannt, alle freuten sich auf das Spiel.Und wahrscheinlich waren die Frankfurt-Anhänger auch noch guter Dinge, einen oder mehr Pünktchen einstreichen zu können. Schließlich kam mit den Kölnern die bis dato schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga. Gut, zur schlechtesten Rückrundenmannschaft. Aller Zeiten. Sogar das legendäre Tasmania Berlin schoss in seiner einmaligen Gruselsaison mehr Tore als die Eintracht heuer. Aber ich wollte ja nicht provozieren. Am Eingang spürte ich kurze Nervosität. Bei den Security-Leuten. Mich wollte man zunächst nicht hineinlassen, schließlich sei dies der Eingang, den auch die Eintracht-Ultras nähmen. Einmal außenrum, bitte. Vielleichts war's wirklich schlauer. Ich wollte die Anordnung, als ein Eintracht-Fan neben mir sagte: "Blödsinn, hab' ich ja noch nie gehört. Komm ruhig mit rein hier!" Ich zug die Jacke wieder zu, ging einen Türsteher weiter nach links. Und passierte den Eingang anstandslos. Ich beschloss, die Jacke erst wieder im Gästeblock zu öffnen, in dessen Nähe ich zu sitzen wähnte. Doch falsch gewähnt. Unser Block was Nummer 1 H, schräg über den Stehplätzen der Eintracht. Ganz eindeutiges Eintracht-Gebiet. Ich zählte, mich eingeschlossen, nur drei ruud-wieße weit und breit. Nun ja. Mit der Verabredung mit Tobi (siehe einen Post vor ein paar Wochen) zum Pausenbier wurde da wohl auch nix. Nun war die Spannung spürbar: Die Fankurve war laut, vereinzelt brannten Bengalos. 15.30 Uhr, Anpfiff.
Wie gesagt: Über das sportliche will ich nicht reden. Aus meiner Sicht wars okay. Dann das Ende (siehe Fotos). Während die Kölner noch vorm Gästeblock feierten, stürmten einige Eintracht-Fans (sind es wirklich Fans?) das Spielfeld. Die Spieler mussten flüchten - nur Poldi feierte weiter auf dem Zaun. Die Polizei rückte schnell ein, bildete eine Linie, rückte anschließend vor und drängte die Randalierer - sie zerstörten die Banden und eine 600 000 Euro teure Fernsehkamera - zurück in den Block. Mehr wollten wir nicht mitansehen. Stattdessen gingen wir raus, tranken noch ein Bier und warteten, bis der Mob von der Polizei entsorgt worden war. Ansonsten rund ums Stadion wie gehabt: Die sonstigen Eintracht-Fans waren ganz ruhig und friedlich.