Samstag, 21. Januar 2012

Hundehaufen mitten auf dem Gehweg und am Wegesrand

Rödelheim. Breitlacher Straße, Ecke Biedenkopfer Weg. Hier ist der Gehweg 60 Zentimeter breit. Links stehen parkende Autos, rechst ein Gartenzaun. In der Mitte ein riesiger Hundehaufen, breitgetreten schon, breitgeschmiert eher - wer hier schadlos durch will, muss entweder fliegen können, oder die Körperbeherrschung eines Balletttänzers haben. Der Normalmensch ist somit gearscht und steht vor zwei Alternativen: Augen zu und rein, und die Kacken zwischen den Profilritzen nachher schön im eigenen Hausflur verteilen, oder links an den Autos vorbei über die Straße.
Der Verkehr hält sich hier, Gott sei es gedankt in Grenzen, aber eine Mutter mit Kleinkindern an der Hand muss sich einem Streß aussetzen, der doch wohl eigentlich nicht sein müsste.
Oder was ist so schwer daran, als Hundebesitzer die Scheiße seines Fifis oder Bellos aufzusammeln und in einen Mülleimer zu werfen? Ironischerweise hängt der nächste drei Meter neben dem Tatort. Ist man als Hundebesitzer nicht sogar gehalten, das so zu tun?
Klar, spätestens jetzt kommt von Hundefreunden das Argument ,wir zahlen doch Hundesteuer'. Doch ist damit das Überallhinscheißen wirklich legitimiert? Beobachtet man ein Hundegespann etwa an der Nidda, wenn der Bello auf dem Grünstreifen langsam in die Hocke geht und mit seinem Geschäftbeginnt, drehen sich Hundebesitzer meist beschämt weg. Hält man den Blickkontakt, beginnt Herrchen dann zögerlich und sichtbar widerwillig, in der Anoraktasche nach einem Beutel zu kramen. Vor dem Bücken wird sich aber fast immer noch einmal vergewissert, ob man ntatsächlich noch beobachtet wird.
Nächste Situation: Neujahr, kurz vor Mittag. Etwa auf Höhe der Brentanogrundschule, gleich vor dem Eingang der Kita, seilt ein schwarzer Mischlingshund einen ordentlichen Johnny in die Landschaft.

Montag, 16. Januar 2012

Verbraucherzentrale warnt vor Telefonwerbung von Tele2

Rödelheim. Seit einiger Zeit häufen sich bei der Verbraucherzentrale Beschwerden über die Telefonwerbung der Firma Tele2. Die Anrufer werben massiv für einen Telefonkomplettanschluss, der ohne einen Grundanschluss bei der Deutschen Telekom auskommen soll. Betroffen sind häufig Verbraucher, die bereits Preselection-Kunden bei Tele2 sind. Dabei verschweigen die Anrufer allerdings die Nachteile des neuen Vertrags. „Im Gegensatz zum alten Telekom-Anschluss läuft der Tele2-Anschluss über das Mobilfunknetz. Darauf wird aber häufig nicht hingewiesen“, kritisiert Martina Totz, Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale. „Außerdem kann der neue Anschluss nur mit Tele2-eigenen Geräten genutzt werden und ist mit weiteren Einschränkungen verbunden.“ 
Wer dem Vertrag telefonisch zustimmt, erhält in der Regel ein Mobiltelefon einfacher Bauart zugeschickt und meist erst auf Nachfrage der Kunden eine Tele2-Anschlussbox. Allerdings verfügt die Box nur über einen einzigen Anschluss für ein Telefongerät. Weitere Nachteile dieses Vertrags: Mit dem Tele2-Anschluss können weder Call-by-Call noch Internet-by-Call oder Pre-Selection-Dienste genutzt werden. Ebenfalls nicht verwendet werden können laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorhandene Telefaxgeräte oder ein externer Anrufbeantworter Die Nutzung eines Hausnotrufdienstes ist ebenfalls nicht möglich. Bei einem Stromausfall kann laut den AGB kein Notruf über 110 oder 112 abgesetzt werden. Je nach Wohnlage des Kunden kann außerdem der Mobilfunkempfang eingeschränkt oder unmöglich sein.  
Die Verbraucherzentrale sieht in der Vorgehensweise von Tele2 den Versuch, Verbraucher durch ungenaue Informationen oder Verschweigen wichtiger Tatsachen zum Abschluss von Verträgen zu bewegen, die sie bei genauer Kenntnis der Sachlage möglicherweise nicht eingegangen wären. Wer aufgrund eines solchen Anfrufs von Tele2 einen Vertrag abgeschlossen hat, kann diesen unter Umständen wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung anfechten. Sollte das Telefonieren nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sein, steht den Kunden möglicherweise auch ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

Fragen beantworten die Experten der Verbraucherzentrale montags, dienstags und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr am landesweiten Verbrauchertelefon unter der Rufnummer 09001 77 80 80 4 (1,50 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen). Mit den Telefongebühren sind auch die Kosten für die Beratung beglichen. Persönliche Beratung bieten die örtlichen Beratungsstellen und Stützpunkte der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung unter der Rufnummer 06131/28 48 0 (Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr).