Samstag, 11. August 2012

Vorsicht! Dubiose Inkassowelle

Rödelheim. Vor einer neuen dubiosen Inkassowelle warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Derzeit erhalten die Beratungsstellen zahlreiche Beschwerden über Mahnschreiben der Anwalts-Inkasso-Zentrale mit Sitz in Osnabrück. Rechtsanwalt Ingo Müller macht darin zweifelhafte Forderungen aus telefonisch abgeschlossenen Gewinnspieldiensten geltend. Er gibt an, Rechnungen von 2010 seien noch nicht beglichen worden. Neben den offenen Beträgen berechnet er Mahn- und Rechtsanwaltskosten. Teilweise werden dieselben Forderungen gleichzeitig auch von dem Unternehmen National Inkasso (ehemals: wecollect) in Düsseldorf beigetrieben. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht. Betroffene müssen grundsätzlich nur dann zahlen, wenn sie am Telefon einen rechtsgültigen Vertrag geschlossen haben. Ist kein Vertrag zustande gekommen oder wurde er durch Täuschung untergeschoben, sollten Betroffene der Forderung schriftlich widersprechen. Wer im Zweifel ist, welche Stelle zum Forderungseinzug berechtigt ist, sollte sich Nachweise vorlegen lassen.

Einen Musterbrief bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite unter www.vz-rlp.de/gewinnspiele sowie in den örtlichen Beratungsstellen und Stützpunkten. Wer Unterstützung benötigt, kann sich nach Terminvereinbarung bei der Verbraucherzentrale auch persönlich beraten lassen.


Mittwoch, 8. August 2012

Rödelheim Stadtteil gegen Rassismus: Gegner der Aktion werden aktiv

Rödelheim. Im Frühjahr schlossen sich engagierte Rödelheimer zusammen und gründeten die Aktion "Rödelheim Stadtteil gegen Rassismus". Als gut sichtbares Zeichen wurde ein ortsschildähnliches Schild (vgl. nebenstehender Aufkleber) gut sichtbar am Hausener Weg installiert. Für Sympathisanten der Aktion wurden Aufkleber gedruckt, die gegen eine kleine Spende etwa beim Metzger Kerber oder im Büchergarten erhältlich sind.
Auch ich klebte mir einen solchen Aufkleber ans Gartentor. Seither geht es los: Zunächst erhielt ich verquaste, preudophilosofische Abhandlungen über Rassismus in den Briefkasten geworfen. Anonym versteht sich. Wer gibt sich schon gern als Rechtssympathisant zu erkennen? Dann muss das wohl besser nachts geschehen.
Die Texte waren so abstrus, dass ich sie gleich wegwarf. In unregelmäßigen Abständen folgten weitere Schriften. Alle landeten ungesehen im Müll. Das scheint den Urheber zu ärgern. Denn nun legte er offenbar selbst an. Auf gelbem Papier druckte er "Links Faschisten" und überklebte damit in einer Nacht-und-Nebel Aktion an unserem Aufkleber das Wort "Rassismus". Mal davon abgesehen, dass es bemerkenswert ist, wie man bei einem Wort eine Fehlerquote von 100 Prozent hinbekommen kann (ich hätte ja vorher mal im Duden nachgeschaut) zeigt diese Aktion doch etwas ganz anderes: Mitten in Rödelheim, also mitten unter uns, leben Menschen, deren Sympathie für braunes Gedankengut offenbar soweit geht, dass sie nicht nur an Stammtischen ihre Latrinenparolen verbreiten. Sie sind offenbar bereits, sich vor den Karren spannen zu lassen und aktiv zu deren Verbreitung beizutragen.
Bislang hatte ich das Gefühl, Rödelheim sei ein liberaler weltoffener Stadtteil. Ich finde das auch weiterhin. Aber man merkt: Weltoffenheit ist kein Selbstläufer. Das haben die Initiatoren der Aktion "Rödelheim Stadtteil gegen Rassismus" offenbar schon länger erkannt und entsprechend gehandelt. Damit dies auchan der örtlichen Politik nicht unbemerkt vorübergeht, habe ich eine ganze Reihe von Ortsbeiräten jeglicher Couleur über die Klebeaktion informiert, um zu sensibilisieren.
Ist so etwas auch schon einmal an anderer Stelle passiert?

Dienstag, 7. August 2012

Rödelheimer Popstar Sabrina Setlur sattelt um

Aus gegebenem Anlass (s. u.) nochmal: 
Rödelheim. Sabrina Setlur sattelt anscheinend um. Erfahren haben will das das Internetportal http://www.noows.de/ herausgefunden haben und beruft sich dabei wiederum auf die Bild-Zeitung. Demnach will die frühere Rapperin das Singen an den Nagel hängen und kündtig einen Bürojob machen: in einer Modelagentur. Die 37-Jährige sagte in einem RTL-Interview, dass sie in der Agentur für die Suche von "Menschen mit Charakter und Schönheit" zuständig ist. "Mein Job ist einfach eine Sache, die mich interessiert hat, aber Musik wird auf jeden Fall immer die Nummer eins bleiben", betonte Setlur, wie bild.de nun berichtet.

Die Rapperin und Sängerin wurde 1995 von Moses Pelham und Thomas Hofmann ("Rödelheim Hartreim Projekt") bei der Plattenfirma Pelhams unter Vertrag genommen. 10 Jahre nach ihrem Debüt mit "Ja, klar" konnte sie einen Nummer Ein-Hit mit "Du liebst mich nicht" landen. Ihr Album "Die neue S Klasse" erreichte Goldstatus. Auch mit ihrem dritten Album aus dem Jahr 1999 hatte sie Erfolg. Doch die Verkaufszahlen gingen mit ihrem Album "Rot" im Jahr 2007 immer weiter runter –trotz medienwirksamer Liaision mit Bobbele Boris Becker.  Vor drei Jahren gab die dreifache Echo-Preisträgerin bekannt, dass sie mehr als 40.000 Euro Schulden hatte. Außerdem zoffte sie sich öffentlich in der Bildzeitung mit der Rödelheimer Zahnärztin Selina L. Auch dabei ging es um Geld. 

2003 saß Setlur in der "Popstars"-Jury. Ein paar Jahre später war sie in der Sendung "Die Promi-Singles – Traumfrau sucht Mann" auf Sat.1 zu sehen. Doch anstatt es immer wieder im Fernsehen zu versuchen, hat sie nun einen guten Job bei einer Agentur. Diese Strategie würde sich auch einigen anderen Prominenten empfehlen, die oft stillose Angebote im Fernsehen annehmen, nur um noch irgendwie im Gespräch zu bleiben anstatt würdevoll von der Fernsehwelt Abschied zu nehmen. Doch da Sabrina Setlur die Musik zu ihrer Nummer Eins erklärt hat, ist ein Comeback irgendwann nicht auszuschließen.



Witzige Werbeidee der Zahnärzte

Witzige Werbeidee! Wobei ja auch sonst durchaus Nähe zum Rödelheimer Gangsta-Rapper-Millieu bestand. Wie war das noch gleich mit Sabrina Setlur?