Montag, 1. Oktober 2012

Stadtteil gegen Rassismus: CDU fürchtet sich ums Image des Stadtteils

Das Schild „Rödelheim –Stadtteil gegen Rassismus“ könnte signalisieren, dass es in Rödelheim ein Problem mit Rassismus geben könnte. Auf diese abenteuerliche Argumentationslinie, wie sie CDU-Mann Alexander Zollmann im Ortsbeirat vertreten hat, muss man erst einmal kommen. Vorausgesetzt die Rundschau hat das richtig wiedergegeben, wovon ich aber ausgehe. Es ist doch genau umgekehrt, zumindest empfinde ich das so. Denn ein solches Schild signalisiert doch nicht, dass es hier Probleme gibt. Sonst wäre es schon längst dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Dieses Schild zeigt mir als Bürger: Hier gibt es Menschen, die sich kümmern, Menschen, die die Augen offen halten und Menschen, die braunem oder sonst wie geartetem Rassismus entgegen treten. Das finde ich ungemein beruhigend. Denn man kann die Augen nicht weit genug öffnen. In einem gebe ich Herrn Zollmann Recht. Frankfurt ist sehr liberal, es würde mich schon sehr wundern, wenn in dieser Stadt braunes Gesocks einen Stiefel auf den Boden bekommen würde. Gott sei dank ist das so! Und das soll auch so bleiben. Und genau deshalb ist ein solches Schild, wie es zum wiederholten Mal diskutiert wurde, gut angelegt und kann gar nicht sichtbar genug angebracht werden. Denn von Sonntagsreden und warmen Worten, wie wir sie dieser Tage zum Tag der deutschen Einheit wieder en masse hören werden, lassen sich die Probleme nicht lösen. Deshalb täten Kommunalpolitiker gut daran, jede Form von bürgerschaftlichem Engagement zu unterstützen.

Ordnungsamt ist Apfeldieben auf der Spur

Rödelheim. Das Ordnungsamt wird zukünftig Kontrollfahrten in Streuobstgebieten der Stadt Frankfurt durchführen, um den Obstdiebstahl auf Privatflächen zu unterbinden. Von Ende September bis Mitte Oktober wird die Stadtpolizei vom Sossenheimer Unterfeld bis zum Berger Hang auch in den Abendstunden und an den Wochenenden verstärkt mit Streifen unterwegs sein.

Schon in der Vergangenheit konnten Obstbaumbesitzer ihre Bäume mit einem gelben Band markieren, das Obstdiebe abschrecken soll. Doch fehlte bisher eine systematische Kontrolle und Abschreckung. Die Kontrollfahrten sind ein Baustein des Streuobstkonzeptes, das die Untere Naturschutzbehörde entwickelt und betreut, um private Obstgärtner bei der Pflege und Nutzung ihrer Streuobstwiesen zu unterstützen.

Wer Obstdiebstahl beobachtet, kann dies beim Sicherheitstelefon unter Telefon 069/212-44044 melden. Das Ordnungsamt hat die Befugnis Personalien festzustellen und Bußgeldverfahren einzuleiten.