Samstag, 16. Februar 2013

Zum Tod von FR-Redakteur Felix Helbig

Eigentlich kanne ich ihn kaum, ein Bisschen nur, immerhin hatte ich mit dem FR-Redakteur vor wenigen Tagen Mailkontakt. Und heute lese ich in der Zeitung, meiner Tageszeitung, dass er tot ist. Verstorben. Plötzlich. Am Mittwochabend.
Kennst Du Felix Helbig?", hatte heute Mittag meine Frau gefragt, Zeitunglesend. "Klar" hatte ich geantworten. Het der jetzt einen Preis gewonnen?, schob ich innerlich nach. Gewundert hätte es mich nicht. Seine Themen waren die, die mitunter wehtun, die bequeme Lokaljournalisten gerne einmal kleinreden oder lieber gleich beiseite schieben. Die Eisen, so schien es, konnten nicht heiss genug sein. Solch mutige Leute findet man selten. Erst recht, wenn sie erst 32 Jahre als sind.
Es waren vor allem seine Themen, die mich interessierten: Skandale in Schnellrestaurant, Ausbeutung, Schweinereien, Rechtsradikale.
Gerade wegen letzterem Thema hatte ich Kontakt zu ihm aufgenommen. Mit ihm und Quartiersmanagerin Heike Hecker hätte ich mich nächsten Freitag zusammensetzen wollen, um über die epidemieartige Aufkleberflut "Identitäres Europa" zu sprechen. Er hatte bereits vergangenes Jahr darüber geschrieben. Die Rassismus-Diskussion in Rödelheim verfolge er schon seit längerem, hatte er geschrieben. Das hatte mich ein Stück weit beruhigt, das Thema schien in guten Händen. Wie bitter.

Andreas Nöthen

Wie die Kollegen der FR trauern, lest ihr hier: 
http://www.fr-online.de/abschied-von-felix-helbig/erinnerung-glueck-fuer-alle,21828358,21852456.html#commentsRoot