Dienstag, 5. März 2013

Assenheimer Straße: Plane weg und das denkmalgeschützte Haus ist auch futsch

Rödelheim. Als ich diese Geschichte vor einigen Tagen in der FNP las dachte ich, die wollten mich veräppelt. Sicherlich kennt, oder besser kannte jeder Rödelheimer, das olle kleine Häuschen, dass in der Assenheimer Straße, unmittelbar neben dem früheren Leo Pinkerton's Kunstkabinett, seit Jahren schon vor sich hingammelte. Aber: Das Häuslein stand unter Denkmalschutz. Mit einer Plane rundum sollte es vor dem weiteren Verfall geschützt werden.
Nun erbarmte sich ein Investor, wollte das Haus offenbar sanieren, wie zu lesen war - zumindest soll er das im Bauantrag so formuliert haben. Inzwischen ist die Plane runter - und das Haus ist weg. Abgerissen, fortgeschafft. An Stelle des denkmalgeschützten Hauses steht nun ein neuer Rohbau, der zudem ziemlich weit in Richtung Gehweg vorgezogen aussieht.
Da hatte wohl jemand keinen Bock sich dem Denkmalschutz zu beugen und dachte wohl: ach, wenn das Ding weg ist, wird's wohl nicht so schlimm sein. Naja, also die Stadt soll stinkesauer sein, wie man hört. Man lässt sich im Rathaus dann wohl doch nicht so gerne verarschen und vor vollendete Tatsachen stellen. Zumindest gibt es nun einen Baustopp. Und nun? Also bei soviel Dreistigkeit würde ich als Stadt den Abriss verlangen.
Übrigens: vor vielen Jahren, als nebenan noch eine Bäckerei war, hatte man dem Bäcker nicht erlaubt, seine Bachstube zu erweitern - wobei womöglich auch das alte Haus weggekommen wäre. Die Frage wäre nur gewesen, wäre eine moderne, konkurrenzfähige Backstube nicht zugleich ein Gewinn gewesen für die Leute, die entlang der Assenheimer Straße wohnen und dahinter in der Schenkstraße? Welche Entwicklung hätte die ganze Ecke womöglich unter diesen anderen Vorzeichen genommen? Nun steht an der Stelle besagter Rohbau und man darf gespannt sein, wie sich die Posse weiterentwickelt.