Samstag, 16. November 2013

Brentano-Museum im Petrihaus ist wieder geöffnet

Rödelheim. Das Brentano-Museum im Petrihaus ist geöffnet am Sonntag, den 24. November 2013, 14-18 Uhr. Immer an den letzten Sonntagnachmittagen der Monate Februar bis November begleiten Sie Mitglieder des FörderVereins PetriHaus auf einem Rundgang durch die von Georg Brentano im Petrihaus bewohnten Räume, erzählen aus seinem Leben und der Geschichte des Hauses. Außerdem werden selbst gebackener Kuchen und Kaffee angeboten. Eintritt frei. Weitere Informationen bei Beatrix Schmidt, Telefon 069/78801551, E-Mail beatrixschmidt@yahoo.de.

Donnerstag, 14. November 2013

Nikolausmarkt am 30. November - Straßen gesperrt

Rödelheim. Am Samstag, den 30. November, findet der traditionelle Rödelheimer Nikolausmarkt statt. An diesem Tag sind die Straßen „Alt Rödelheim“ und „Burgfriedenstraße“ (von Alt Rödelheim bis Reichsburgstraße) von 8 bis 24 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt. In dieser Zeit ist keine Zu- bzw. Abfahrt möglich. Das Abstellen von Fahrzeugen auf der Straße und im Seitenstreifen ist nicht möglich. Der Vereinsring bittet Verkehrsteilnehmer, die Parkplätze ab 8 Uhr freizuhalten. Alle nach 9.00 Uhr abgestellten Fahrzeuge werden mit behördlicher Genehmigung kostenpflichtig abgeschleppt. Der Vereinsring auch wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung um Verständnis.

Kein Gag! Endlich furzen ohne Reue: Englische Unterhose filtert den Geruch raus

Quelle: Shreddies
Rödelheim. Manchmal muss  man auch mal über den Tellerrand schauen. Also, mit Rödelheim hat das, was unser Produkt des Monats und ein Geschenktipp für Weihnachten ist, zunächst mal nichts zu tun. Wobei: ich könnte mir vorstellen, dass es einige Leute auch hier gibt, die sich dies für sich selbst oder noch vielmehr ihren Partner ersehnen. Unterhosen, die den Furzgeruch absorbieren, hat das Unternehmen Shreddies aus dem britischen Städtchen Loughborough jetzt schlagartig bekannt gemacht. Will heißen: Lassen Sie es künftig von Herzen krachen - der Geruch - das unerwünschte Nebenprodukt eines kernigen Furzes - bleibt künftig in der Buxe hängen. Das Prinzip funktioniert so: die Hosen (gibt es für Männer und Frauen ab 35 bzw 45 Pfund, in den Farben weiß und schwarz) bestehen aus mehreren Schichten. Irgendwo in der Mitte ist eine Schicht aus Aktivkohle
Quelle: Shreddies
verarbeitet, in der die Knaller hängenbleiben (siehe Schema). Damit ist der stinkende Pups dem Untergang geweiht. Gut, einer Menge Comedians gehen künftig 50 Prozent ihrer Gags durch die Lappen - ganze Filme hatten den Furz als Leitmotiv (Louis de Funes, Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe)

oder bauten zumindest ganze Gagkaskaden auf Kosten der Flatulenz (so der medizinische Begriff) auf. Man denke nur an die legendäre Szene in Dumm und Dümmer mit der kaputten Klospülung - ein echter Schenkelbrecher - aber auch ein Witz auf Kosten einer Minderheit. Wobei unter Flatulenz leidende in aller Regel nicht besonders auffallen. Wenn überhaupt nur in überfüllten S-Bahnen (wobei man den Verdacht prima von sich wenden kann, indem man einen Mitreisenden vorwurfsvoll anschaut. Es sei denn, man ist auf den Weg ins Stadion, da gehört das durchaus zum guten Ton). Apropos Ton: Den Geruch kann man also nun vom Furz trennen. Das Geräusch bleibt jedoch. Einen Furzschalldämpfer haben wir auch noch nicht im Netz gefunden. Sollte sich nun jemand dazu entschließen, die Buxen zu testen - wir wären an einem Erfahrungebericht interessiert. Gerne auch anonymisiert.

Mehr Infos:
Shreddies, Cotes Mill, Nottingham Road, Loughborough, LE12 5TL;01509 610 610,enquiries@myshreddies.com, www.shreddies.com.

Montag, 11. November 2013

Alt-Rödelheim: Aus der Wüstenrose wurde das Bouquet Garni

Rödelheim. Der Begriff Bouquet-Garni stammt aus der feinen Küche. Es handelt sich dabei um ein Kräutersträußchen, das zum Kochen mit den Topf gegeben wird, um für ordentlich Aroma und Rafinesse zu sorgen. Bouquet-Garni lautet jetzt aber auch der Name eines kleinen Lädchens in Alt-Rödelheim, das am 4. November nach längerem Umbau wiedereröffnete.
Wieder, weil die Inhaberin gleich blieb, die dort zuvor mit dem Blumenladen "Wüstenrose" einem ordinären Blumenstrauß etwas sehr originelles Verlieh. Aber der Aufwand war zu hoch. Aber keine Angst: Blumensträuße wird es künftig auch wieder geben, allerdings weniger spontan auf Kundenwunsch gebundene, sondern bereits fertig arrangierte. Das spart den immer gehetzten Kunden Zeit und die lange Parkplatzsuche - denn das ist in Alt-Rödelheim seit eh und je eine Katastrophe. Außerdem konnten sich die Kunden stets auf die Ratschläge und Fantasie von Inhaberin Birgit Varasteh verlassen. Das wird sicher auch künftig so sein. Auch Adventskränze und andere saisonale Blumen und Pflanzen wird es auch weiterhin bei Bouquet-Garni geben - als Strauß oder im Topf. Und natürlich nett verpackt.
Doch Bouquet-Garni kann noch mehr - und da zeigt sich der gewählte Name als passend. Denn das neue Angebot bietet auch Aroma und Rafinesse. Drei Tische stehen im frisch renovierten und warm dekorierten Verkaufsraum. Kaffee- und Teespezialitäten gibt es dort, dazu ausgewählte kleine Speisen. Das kann dann einmal ein selbstgebackener Kuchen sein, eine Suppe oder ein Frühstück (inklusive Getränk für rund 8 Euro). Jedoch nicht regelmäßig, eher nach Lust und Laune - es lohnt sich also, einfach mal spontan hineinzuschauen. "Es ist davon auszugehen, dass die Kunden genauso gerne etwas liebevoll Zubereitetes essen wie ich", schreibt Varasteh in ihrem Werbeflyer. "Daher dürfte mein Motto für das, was die Küche verlässt, stimmen: Ich akzeptiere für meine Gäste nur, was ich auch als gelungen Empfinde."Aber: die große Gastronomin will Birgit Varasteh nicht geben; lieber hin und wieder etwas Nettes und Überraschendes kredenzen.
Anregungen liefert Bouquet-Garni aber auch für Zuhause. Einrichtungsgegenstände aus Stoff, Holz, Metall  - überwiegend Handverarbeitetes - erweitern das Angebot. Und hin und wieder soll auch Antikes dabei sein. Aber auch Weine, Öle, Essige, Liköre oder Gewürzzsalze gibt es - als Ideen für keine Geschenke, oder um sich selbst etwas gutes zu tun.
"Ganz besonders freue ich mich schon auf unsere kleinen Events im Ladengeschäft", sagt Birgit Varasteh. Termine und Ankündigungen werden im Schaufenster ausgehängt.

Fazit: Alt-Rödelheim blüht weiter auf und ist um eine Attraktion reicher. Nach Ortells dieses und jenes und dem veganen Restaurant Savory lockt nun eine dritter Laden Menschen mit besonderem Geschmack und einem Faible für Gutes und Schönes. Und das ist prima!

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 9-14 Uhr und 16-18.30 Uhr.
Mittwochs- und Samstagsnachmittags ist geschlossen.
Öffnungen außerhalb dieser Regelzeiten werden gesondert angekündigt.

Alt-Rödelheim 25
60489 Frankfurt
Telefon: 069-78 72 50
Mail: birgit.varasteh@web.de
www.bouquet-garni-web.de

Sonntag, 10. November 2013

Radelnd in Rödelheim, Teil 2: Vom Hauptbahnhof in den Westen

Rund um den Hauptbahnhof ist Frankfurt eigentlich das, was sie sonst nirgendwo so richtig ist: Großstadt. Großstadt bedeutet: jede Menge Verkehr - zu Schiene und auf der mehrspurigen Straße, meist sehr PS-stark. Radfahrer sind da sicher das schwächste Glied, das bekommt man auch zu spüren. Nicht zuletzt deshalb hab ich mich dazu entschieden, nur mit Fahrradhelm in die Innenstadt zu radeln. Es ist schlicht gesünder, der Helb ist eine Art Lebensversicherung.
Dennoch muss ich sagen: zu den Vergessenenen gehören die Radler dennoch nicht. Sieht man von der Monsterkreuzung Mainzer Landstraße/Friedrich-Ebert-Anlage bzw. Düsseldorfer Straße ab, kommt man doch recht gut hinaus in Richtung Westen. Die Tücken stecken meist im Detail: fünf Zentimeter hohe Verwerfungen zwischen Straßenbelag und Tramschienen - wer die übersieht hat das Gefühl, als würde es die Speichen sprengen. Aber ist man erst einmal auf der richtigen Seite (also die, die mit der Fahrtrichtung der Autos korrespondiert - das weiß offensichtlich auch noch nicht jeder Radler), ist man eigentlich sicher. Ampeln regeln das Gröbste, wobei ich nicht daran denken mag, wenn die einmal jemand übersieht, aber das ist doch wohl sehr theoretisch, oder?
Wobei: Mitdenken für andere, zumeist deutlich stärker Motorisierte Verkehrsteilnehmer ist Pflicht, will man als Radfahrer heil ans Ziel kommen. Nirgendwo zeigt sich das deutlicher als auf Höhe Festhalle, Marriott-Hotel - hat man erst einmal das Hotel Hessischer Hof mit seinem regen, radwegkreuzenden Taxiverkehr heil überstanden.
 Dort kommen zwei knifflige Situationen gleich hintereinander. Zunächst die Ampel gleich vor dem Hotel. Der Radweg endet, man kreuzt die Straße - nicht selten zugestellt mit Fahrzeugen die dachten, trotz Stau noch weiter auf die Kreuzung herauffahren zu müssen. Haben sie längst rot und die anderen grün, versuchen sie panikartig die Kreuzung zu verlassen; auf Radfahrer wird dabei dann nicht mehr zwingend geachtet. Man muss dann schon klingeln und brüllen; Zu Blickkontakt kommt es selten. Viele Autofahrer richten ihren Blick stur durch die getönten Scheiben des SUV nach vorne auf die Straße. Eingeständnisse von Fehlern erfordern schon im normalen Leben eine gewisse Größe. Im Verkehr ist es ein Zeichen von Schwäche. Und wer mag sich das mit 190 PS unter dem Arsch schon eingestehen, zumal gegenüber einem Drahtesel? Mir reicht es auch schon, wenn die Autos dann einfach stehenbleiben.
Keine 20 Meter weiter die nächste Situation zum Luftanhalten. Der Radweg kreuzt wieder eine Straße, diesmal die Rechtsabbiegerspur in Richtung Bockenheim. Auch hier ist es oftmals gesünder als Radler das Tempo deutlich zu verringern, ehe man die Straße kreuzt. Im Winter bei Dunkelheit hab ich es bislang noch nicht ausprobiert, könnte aber an Harakiri grenzen - trotz Lichts, Warnweste, Helms etc.
Wieder 15 Meter weiter - der Radweg führt wieder auf einen Extraweg - diesmal an einer Fußgängerampdel vorbei. Gefährlich dort: der Radweg führt vor den wartenden - meist ortsunkundigen Passanten vorüber - die gedanklich lediglich auf das Kreuzen der Straße fixiert sind, nicht jedoch auf zweirädrige Verkehrsteilnehmer. Oft sind es Touristen aus Fernost oder Nordamerika.
Danach beruhigt sich die Lage. Hier und da parken dann noch Baustellenfahrzeuge neben der Radspur - sicher ein vorübergehendes Phänomen. Allerdings trotzdem nicht ganz ungefährlich, wenn plötzlich die Radspur durch eine auffliegende Fahrertüre versperrt wird.Danach ist alles easy: vorbei am Straßenstrich mit den bedeuernswerten Kreaturen, die sich dort für einen Appel und ein Ei verdingen und im Gestrüpp auf der anderen Seite der Straße unappetitliche Berge gebrauchter Papier- und Feuchttücher zurücklassen - garatiert ein Dorado für so manchen Genforscher, aber das Thema will ich hier nicht vertiefen.
Wird am neuen Radisson-Hotel nicht gerade einmal wieder eine Bombe entschärft, hat man es schon fast geschafft, nach Rödelheim zu kommen. Jedoch stellt sich die Frage: Fahre ich die Brücke auf der richtigen Seite hinüber oder wechsele ich am Opelkreisel? Bleibt man rechts, hat man nach der Abfahrt das Problem, wie man auf die andere Straßenseite kommt. Eine Fußgängerampel in der Mitte der Abfahrt bremst ganz schön aus. Weiter unten muss man schon recht waghalsig kreuzen, will man etwa in die Biegwaldsiedlung einbiegen (und legal ist das auch nicht). Da fahre ich doch lieber von Anfang an auf die gegenüberliegende Seite und radle gegen den Strich. Vertretbar, wie ich finde, denn es gibt sowohl einen breiten Radweg, als auch einen breiten Fußbweg, den ich noch nie jemanden habe nutzen sehen. Allerdings erzählte mir eine Freundin mal von einer Begegnung mit den Cops, die ihr eine Verwarnung aussprachen und sie dazu zwangen, doch die andere Seite zu nutzen. Mir blieb das zum Glück bisher erspart.
Und wer im Biegwald die Buckelpiste auf der rechten Seite aufspart und konsequent links fährt (meist ist ja rechts eh alles mit Gassigängern zugeparkt) kann sich vielleicht auch noch danach über eine brauchbare Bereitung freuen.
Unterm Strich: 20 Minuten dauert der Ritt - schneller ist die S-Bahn auch nicht, vorausgesetzt sie fährt pünktlich.