Dienstag, 10. November 2015

Die Gruppe „Bahnhofsgrün“ präsentiert als Pflanze des Monats November: Oregano

Oregano, Dost oder Wilder Majoran (Origanum vulgare) aus der Familie der Lippenblütler wächst mehrjährig und kann bis zu 70 cm hoch werden.
Charakteristisch ist ihr ausge-prägter herb aromatischer Duft und Geschmack. Die zahlreichen weißen bis zartrosafarbenen Blüten entwickeln sich zwischen Juli und September und werden gern von Honigbienen, aber auch Schwebfliegen und Hummeln besucht. Oregano bevorzugt warme Standorte auf kalk- haltigem Untergrund. Oregano ist ein sehr bekanntes Gewürzkraut, welches in unserer Küche etwa seit dem 17./ 18. Jahrhundert verwendet wird. Als Heilkraut ist Oregano seit dem Mittelalter bekannt, wo die Pflanze als wichtige Hexenabwehrpflanze angesehen wurde und vor dem Teufel schützen sollte.
Haben Sie Interesse mitzugestalten? Die Gruppe „Bahnhofsgrün“ trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 17 Uhr am „Bahnhofsgrün“ (bei gutem Wetter), sonst im Nachbarschaftsbüro Rödelheim-West, Westerbachstr. 29. Nächstes Treffen: 02. Dezember 2015

Montag, 9. November 2015

Großes Fest: Stadtteil gegen Rassismus

Rödelheim.

Wir ließen zu

In Rödelheim gibt es in diesen Tagen drei Ereignisse, die nebeneinander begangen werden und doch in engem Zusammenhang stehen:

Am 6.November wurde der Grundriss der durch das Pogrom 1938 geschändeten und als Gebetsort zerstörten Synagoge unter Federführung des Heimat-und Geschichtsvereins wieder sichtbar gemacht. In einigen der kurzen Ansprachen wurde dabei auf die Flüchtlinge verwiesen, die heute um Asyl bitten. Die Namen der ermordeten Rödelheimer Nachbarn, die nicht mehr fliehen konnten, wurden von Vertretern der Friedensgruppen genannt, bei jedem Einzelnen eingeleitet mit dem Rödelheimer Schuldbekenntnis, wie es auf dem Mahnmal eingraviert ist: „Wir ließen zu“.

Zwei Tage später, bei der jährlichen Gedenkfeier zur Pogromnacht, wurde diese Botschaft eindringlich auf die Gegenwart bezogen: „Wir dürfen nie mehr zulassen“. Das wurde auch konkret benannt in Bezug auf die gegenwärtigen Abschiebungen der zweiten großen Opfergruppe der nationalsozialistischen Gewalt, der Sinti und Roma in ihre angeblich sichere „Heimat“ und in Bezug auf rechtsradikale Brandstifter aus der Mitte der Gesellschaft (auch der Rödelheimer) sowie auf eine Politik, die dafür den Boden bereitet.

WiR Willkommen in Rödelheim

Nicht weit von diesem Ort leben seit ein paar Wochen über 100 Flüchtlinge. Sie sind froh und dankbar für ein warmes Zimmer. Mitglieder der spontan gegründeten Initiative WiR (Willkommen in Rödelheim) versorgten sie bei einem Umsonst-Flohmarkt mit Kleidung und Geschirr. Etwa 20 HelferInnen versuchen die Bedürfnisse der neuen Nachbarn zu erkunden und beraten sich wöchentlich über weitere Angebote.


Wir werden nicht zulassen

Einige von ihnen arbeiten schon lange in der Initiative „Stadtteil gegen Rassismus“ zusammen. Sie wollen die aktuelle Botschaft des Mahnmals im Alltag sichtbar machen durch Straßenschilder, die in alle Himmelsrichtungen zeigen: ‚Stadtteil gegen Rassismus‘. Das soll heißen: „Hier sind wir bemüht, rassistisches Denken und Handeln zu bekämpfen – ggf. auch in uns selbst. Wir meinen, dass sich das Problem nicht durch Verdrängen, Vertuschen, Bagatellisieren und Weißwaschen lösen lässt, sondern durch Benennen, Analysieren, Aufklären und Handeln“


Freitag, der 13. soll ein Glückstag werden.

Drei weitere Ortsschilder werden angebracht und die Bevölkerung zur Teilnahme aufgefordert.

12.30 Uhr Lorscher Straße/Arnoldshainer Straße mit SchülerInnen der Michael-Ende-Schule und Stadtrat Munoz del Rio

16:30 Uhr Westerbachstraße 50/Ecke Gaugrafenstraße, mit Jugendlichen aus dem Projekt RaUM

16.30 Uhr Gang mit der Jugend-Initiative von der ‚Raumstation‘ (Jugendsporthaus auf der Insel) zur Sternbrücke Rödelh. Ldstr. / Ludwig-Landmann-Str, 17.00 Schildmontage,

Wir feiern: ‚Stadtteil gegen Rassismus‘

ab 18.00 Benefiz- für die Flüchtlinge im Saal der Cyriakusgemeinde
Stadtrat Munoz del Rio überbringt die Grüße des Oberbürgermeisters
Bernd Mesovic von pro asyl regt zum Nachdenken über die Widersprüche in Gesellschaft und Politik gegenüber den Flüchtlingen an.
Für festliche Stimmung sorgen Musiker vom Stadtteil bis zur Bundespreisträgerin; von klassischen Klängen der jungen, virtuosen Geigerin über unterhaltsame Chansons einer Jazz-Solistin und feuriger Klaviermusik bis zur afrikanischen Trommelsession; der Kinderzirkus Zarakali dreht am Rad und der DJ aus der Raumstation an den Scheiben.

Als special guests werden die Rödelheimer Neubürger begrüßt. Vielleicht gibt es spontane Programmbeiträge.


Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten Sorgen macht den Veranstaltern noch die Versorgung der Gäste am Büffet. Damit die Benefiz-Veranstaltung auch einen Erlös erbringt, wird um Beiträge zum Büffet gebeten. Am liebsten gut und viel von einer Speise (ohne Deko). Die Vielfalt ergibt sich aus der Kombination auf bunten Tellern. Danke!

Sonntag, 8. November 2015

Westerbach Höfe - Bau von 80 Eigentumswohnungen beginnt


In Rödelheim wird weiter gebaut. Zwischen Westerbachstraße und Strubbergstraße baut der Projektentwickler Communis rund 80 Eigentumswohnungen. "Westerbach Höfe" nennt er das neu entstehende Quartier. Der Verkauf hat an diesem Wochenende begonnen.

Die Wohnungen sind zwischen zwei und fünf Zimmern groß, im Quadratmetern ausgedrückt zwischen etwa 60 und 145. Geplant sind zwei sechsgeschossige Blocks zur Westerbachstraße hin sowie fünf viergeschossige, leicht gegeneinander versetzt stehende entlang der Strubbergstraße. Außerdem soll eine Kita entstehen.

Im Schnitt um die 3.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kosten die Wohnungen im Schnitt– ein gutes Stück günstiger als die geplanten Wohnungen beispielsweise in der Fuchstanzstraße. Pro Wohneinheit kommt noch ein Tiefgaragenstellplatz hinzu. Kostenpunkt um die 20.000 Euro. 

Wer also eine Wohnung im 3. OG in einem der fünf kleineren Blöcke (7. Einheiten) kaufen möchte, muss hierfür 645.900 Euro hinblättern, mit Tiefgaragenplatz 656.900 Euro zuzüglich Nebenkosten, also 6,5% Grunderwerbsteuer. Ein Teil der Wohnungen sind als Erbpachtwohnungen erhältlich. Den Vertrieb hat die Firma Select Immobilien übernommen.

Communis ist in Rödelheim kein unbekanntes Unternehmen. Seit diesem Jahr baut sie im Rödelheimer Bahnweg Eigentumswohnungen. Die bauliche Leistung wird von der Firma Jöst erbracht.