Freitag, 30. September 2016

Heute, Samstag, 1.10.!!!!! #Weingarage 5


Auch wenn das Wetter Mist ist - die Weingarage findet statt. Und jeder wird einen regengeschützten Sitzplatz bekommen - versprochen! Ab 14h im Gladenbacher Weg, nicht weit vom Bahnhof. Essen und Trinken und Musik hören geht auch bei schlechtem Wetter!

Flyer: Hanitra Gunkel

Für alle Freunde der Weingarage: Wie hier ja schon angekündigt, startet nächsten Samstag (1.10.) die 5. Rödelheimer Weingarage. Diesmal im Gladenbacher Weg, einfach die Straße rein, dann nach circa 20 Metern auf der rechten Seite - vom Bahnhof Rödelheim aus sind das nur 5 Minuten Fußweg. Am Wochenende ist der Pfälzer Wein heil in Rödelheim angekommen: Winzer Dieter Zech aus Meckenheim hatte ordentlich zu tun, bis unser Auto beladen war.
Winzer Dieter Zech aus Meckenheim....

....freut sich, wenn seine Weine Dank der Weingarage im fernen Frankfurt getrunken werden.

Im Angebot diesmal: der Erfolgs-Chardonnay der letzten Jahre, Riesling - grade als Schorle-Wein, Gewürztraminer für den süßen Start in den Nachmittag, Portugieser Weißherbst in trocken und halbtrocken für alle Anlässe und dazu als Rote Weine Dornfelder und Spätburgunder. Für die Kinder gibts wie immer Trauben- und Apfelsaft. Um die Palette ein bisschen zu erweitern, gibts dieses Mal auch einen Wein von einem Winzer aus St. Martin - der Freitag Abend auf einer Weinprobe sehr überzeugend war.....
alle Fotos: Die Weingaragistas


Das musikalische Programm steht jetzt auch: eine Band aus Rödelheim wird auftreten und dazu zwei oder drei Mal René, der Gitarrist, der oft in der Unterführung am Bahnhof spielt - so ab 15h. Für die Kids gibts wieder Popcorn überm Feuerkorb und wenn das Wetter mitspielt auch Zuckerwatte. Für die Eltern gibts kulinarisch das bekannte Programm: Saumagen, Spundekäs mit Laugenbrezeln, Hausmacher- und Schmalzbrote.
Die Saumagen-Lieferung (diesmal wieder mit Kastanien!) kommt frisch am Donnerstag....
Wie hier schon geschrieben - auch diesmal gibts leider keine Toiletten am Hof. Aber das neue WC am Bahnhof ist wirklich nicht weit entfernt.
Der Erlös der Weingarage kommt einem Stadtteilprojekt zugute: Aller Voraussicht nach für ein Projekt mit Flüchtlingen zusammen mit Künstlern. Dabei sollen gemeinsam Bänke aus Paletten gebaut werden - eine Idee, auf die uns Quartiersmanagerin Heike Hecker gebracht hat.

Andi - links hinterm Tresen
Und für noch einen Zweck wollen wir sammeln: für Mit-Weingaragen-Gründer Andreas Noethen (zur Zeit in Rio). Andi hatte in seinen letzten Wochen in Rödelheim hier im Blog ein Foto veröffentlicht und seitdem Ärger mit einem Fotografen. Um den Rechtsstreit nicht noch länger aus Rio ausfechten zu müssen, will er jetzt aller Voraussicht nach blechen.... Das war auch der Grund, warum Andi den Rödelheim-Blog dann erstmal auf Eis gelegt hat.....
Also: Kommen, Musik hören, Wein trinken und dabei Gutes tun - wenn das mal kein Motto ist! Samstag, 14h, #Weingarage 5!


Identitäre I: Düstere Endzeitszenarien am rechten Rand und auch mitten in Rödelheim

Mit diesem Post versuchten wir bereitsim Frühjahr 2013 auf die rechte Identitäre Bewegung aufmerksam zu machen,deren Aufkleber auch in Rödelheim vereinzelt zu finden waren.


Mainz/Frankfurt - In Zeiten von Pegida, Bogida, Fragida und sonstigen Aufmärschen in Deutschland:
Das Symbol ist bekannt aus dem Actionfilm "300" - das Lambda - ein Kreis mit einer aufwärts zeigenden innen liegenden Spitze. Es ist das Symbol der Spartaner, die sich in der entscheidenden Schlacht gegen eine Übermacht behaupten. Das selbe Symbol beansprucht die Identitäre Bewegung (IB) für sich. Ein Film als Metapher für das Behaupten gegen eine Übermacht.
Vor etwa zehn Jahren entstand sie in Frankreich, seit vergangenem Jahr gibt es sie auch in Deutschland. Die erste Gruppe soll sich in Frankfurt gegründet haben. Aber auch in Mainz und in anderen Gebieten Hessen scheint es Untergruppen zu geben. Eine entsprechende Facebook-Gruppe für Frankfurt verzeichnete Mitte Mai 263"gefällt mir".
In Deutschland agiert die Identitäre Bewegung bislang fast ausschließlich im Internet. Dort kursiert ein in Frankreich produziertes Video mit dem sogenannten Manifest - in der deutschen Synchronisierung wird daraus eine "Kriegserklärung".
Zielscheibe dieses Krieges, zu dem sich die "Identitären" aufgerufen fühlen, ist die scheinbar überhand nehmende Islamisierung. Vor diesem Szenario entspinnt sich eine Angst vor dem Feind im eigenen Land, ein Aufruf an die Jugend sich zu wehren. Ein Versuch, gegen muslimische Zuwanderer zu mobilisieren.
Finanzkrise, Zukunftsangst, Versagen des Staats sind die Triebfedern, die die Gedanken des Sozialdarwinismus befeuern und beschleunigen. Was in Deutschland bislang jedoch nicht so richtig durchschlagend gelang. 50 lokale Gruppen gibt es laut eigener Homepage, die Identitären selbst sprechen von bis zu 300 Aktivisten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren.

Polizei beobachtet

Die Organe des Staatsschutzes stehen der Bewegung abwartend gegenüber. Die Mainzer Polizei gibt sich zugeknöpft. "Bislang ist die Bewegung in Mainz nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten." Mehr sei dazu nicht zu sagen, so Polizeisprecherin Heidi Nägel. Das Wiesbadener Bundeskriminalamt hat auch ein Auge auf die Gruppe. "Es handelt sich um eine bis dato vorrangig virtuell agierende Gruppierung, die ihre Strukturen derzeit sukzessive in die reale Welt überträgt und vermehrt Aktionen in der Öffentlichkeit durchführt", erklärt die Sprecherin der Behörde, Sandra Clemens.
Foto: A.Nöthen/www.roedelheimer.de
Diese Übertragung in die reale Welt geschieht im Wesentlichen durch Aufkleber und Plakate, die plötzlich an Laternen und Stromkästen prangen. So auch im Frankfurter Stadtteil Rödelheim. Dort hat eine Aktionsgruppe am Ortseingang ein Schild "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" aufgestellt. Am Pfosten eben dieses Schildes prangt ein Aufkleber der Identitären Bewegung. Auch auf Stromkästen im Westen Rödelheims und am Bahnhof wurden bereits Aufkleber gesehen und von engagierten Bürgern umgehend entfernt.
Aber auch mit Störaktionen fällt diese auf. In Frankfurt stürzten einige Maskierte Ende November in die Eröffnungsfeier der "Interkulturellen Wochen" und übertönten die Festredner mit lauter Technomusik. "Wegbassen" nennen dies die Identitären. Nach einigen Minuten war der Spuk vorbei. "Diese Störungen liefen bisher gewaltfrei ab", informiert das Bundeskriminalamt.
Ähnliche Beobachtungen macht bislang auch Achim Dünnhoff von der Kriminaldirektion / K 412 - Rechtsextremismus der Frankfurter Polizei. Obwohl die Identitäre Bewegung von sich behauptet "0 Prozent rassistisch" zu sein, sieht Dünnhoff Probleme, sie von den klassischen Rechtsextremen abzugrenzen. "Ich gehe davon aus, dass die Rechten draufspringen werden", sagt er.
Neben dem eingangs erwähnten Film 300 spielt auch Musik als identitätsstiftendes Element der Bewegung eine wichtige Rolle. Star der Bewegung ist unter anderem der Rapper "Dissziplin" mit seinem Song "Ich bin Deutschland". Auch die umstrittene Südtiroler Band "Frei.Wild" stößt in ein ähnliches Horn.

Bremer Verfassungsschutz findet sie "rechtsradikal"

Einen größeren organisatorischen Unterbau mit viel Personal sieht man bei der Polizei bislang nicht. Eher das Gegenteil scheint der Fall: Seit einiger Zeit sind die Gruppen Frankfurt und Taunus fusioniert. Offenbar aus Personalmangel.
"Es ist eine Gratwanderung", sagt Dünnhoff mit Blick auf die Ausrichtung der Bewegung. Zumal die islamfeindliche Tendenz für Dünnhoff unübersehbar ist. Wohl auch deshalb hat das Landeskriminalamt des Bundeslands Bremen die Identitäre Bewegung bislang als einziges Landeskriminalamt offiziell als rechtsextrem eingestuft. Der Bremer Verfassungsschutz will die rechtsextremistische "Identitäre Bewegung Bremen" weiter beobachten. Er hat bei der Innenbehörde einen entsprechenden Antrag gestellt. Das hat der Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Joachim von Wachter, in der Sitzung der Bremer Innendeputation berichtet. Der Bremer Verfassungsschutz hält die Bewegung demnach für "konspirativ", hinter der sich bekannte Rechtsextremisten verbergen sollen.
Ähnliche Bedenken hat man auch bei der linken Antifa, die ebenfalls ein waches Auge auf die Identitären hat. Dort sieht man die akute Gefahr eines Sammelbeckens am rechten politischen Spektrum - vom CDU-Rechtsaußen im bürgerlichen Milieu bis zur extrem rechten Kameradschaft. Personelle Überschneidungen mit rechtsextremen Gruppen hat die Antifa bislang noch nicht feststellen können.
"Wir grenzen uns vom Rechtsextremismus ab, indem wir uns zur Demokratie bekennen und von Rassismus distanzieren", schreibt ein Sprecher der Identitären Bewegung auf Anfrag. Er nennt sich selbst Max Beck.
"Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihren Protest auf einem friedlichen Weg Ausdruck zu verleihen." Dies sei genau das Gegenteil dessen, was die rechtsextreme Szene mit den Jugendlichen im Sinn habe. Ambitionen, im klassischen parteipolitischen Sinne aktiv zu werden, hegt man offenbar nicht. "Wir sind eine außerparlamentarische Bewegung und stehen keiner Partei nahe." Die Einstufung des Bremer Verfassungsschutzes stört offenbar kaum. "Der Verfassungsschutz ist nichts anderes als ein Instrument der etablierten Parteien, um Organisatoren, die der von ihnen vertretenen Multikulti-Ideologie eine Absage erteilen, zu kriminalisieren."


Identitäre II: Muslime zeigen sich besorgt

 Mainz - Entwicklungen wie die Identitäre Bewegung sind für Aiman Mazyek, den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, nichts Neues. "Wir beobachten Ähnliches schon seit etwa fünf Jahren", sagt er auf Anfrage.

 "Das ist eine höchst Besorgnis erregende Tendenz."


Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime.
Denn solche Bewegungen entstünden zunächst in der Anonymität des Internets. Dort sinken die Hemmschwellen, es komme nicht selten zu verbalen Entgleisungen und Gewalttätigkeiten, hat Mazyek festgestellt. Seit einiger Zeit ist der Zentralrat in Gesprächen mit den Organen des Staatsschutzes und der Politik. Dort stellt er inzwischen auch ein Umdenken fest. So wertet er es als Erfolg, dass der Bayrische Verfassungsschutz angekündigt hat, die Identitäre Bewegung unter Beobachtung zu stellen. Noch sei das jedoch eher die Ausnahme.
Mazyek sieht in solchen Internetplattformen vor allem ein Rekrutierungsinstrument für alle möglichen Gruppierungen am extremen rechten Rand. "Die Grenzen zwischen den einzelnen Organisationen verlaufen fließend."
Der Tenor sei jedoch immer wieder derselbe. Eine Gruppe, die vorgibt, mutig das auszusprechen, was angeblich die Mehrheit denkt, ruft dazu auf, sich gegen eine Islamisierung zu wehren. "Das ist exakt der Duktus von Anders Breivik", warnt Mazyek. Der Norweger hatte 2011 bei einem Massaker im norwegischen Utöya 69 Teenager getötet. Bei der Gerichtsverhandlung hatte er sich auf eine rechtsextreme Verschwörungstheorie zurückgezogen.
Dass islamfeindliches Gedankengut in die Gesellschaft einzusickern scheint, beobachtet Mazyek häufig. "Fast jede Woche gibt es irgendwo Anschläge auf Moscheen", sagt er. Die Angriffe, die meist glimpflich verlaufen, sieht er auch als Test, wie weit man diese indifferente Haltung herausfordern kann. "Das ist sehr geschickt gemacht."
Vieles werde plötzlich durch die islamistische Brille gesehen, Vorkommnisse unreflektiert oder bewusst in einen Topf geworfen. "Wir erhalten auch wesentlich mehr Hassbotschaften als früher, teilweise sogar mit den echten Adressen." Für Mazyek ebenfalls ein deutliches Zeichen für einen fortgeschrittenen Prozess der Entmenschlichung.

Montag, 26. September 2016

Literatuur uit de Lage Landen

(C) Tessa Posthuma de Boer
Flandern und Niederlande – Ehrengäste der Buchmesse 2016
Flandern und die Niederlande teilen nicht nur eine gemeinsame Sprache, sondern können auch auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken, vor allem in der Literatur und Kultur. 2015 wurde in der Stadtteilbibliothek Rödelheim die Literatur des Buchmesse-Gastlandes Indonesien vorgestellt hat, in diesem Jahr sind Flandern und die Niederlanden das Thema des Abends: Martin Maria Schwarz, Redakteur und Moderator von hr2 kultur, liest ausgewählte Texte niederländischer Autorinnen und Autoren und unterhält sich mit der Expertin für niederländisch-flämische Literatur Laurette Artois, die seit 1985 niederländische Sprache, Kultur und Literatur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrt. Im zweiten Teil des Abends stellt der niederländische Autor Thomas Heerma van Voss (Foto) seinen gerade erschienenen Roman "Stern geht" vor ‒ eine berührende Vater-Sohn-Geschichte, das Porträt eines eigenwilligen Träumers. Thomas Heerma van Voss, 1990 geboren, studierte in London und Amsterdam und gilt in den Niederlanden als eines der größten literarischen Talente seiner Generation. "Stern geht" ist sein erstes Buch auf Deutsch. Begleitet wird der Abend von kulinarischen Spezialitäten aus Flandern und den Niederlanden. 

Freitag, 7. Oktober 2016, 19:30 Uhr 
Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Eintritt: € 6,- (ermäßigt € 3.-) 
Vorverkauf: Stadtteilbibliothek Rödelheim (Tel.: 783058), 
Pappmarché, Alexanderstraße 27 (Tel.: 783625),
ORTells dieses und jenes, Lorscher Str. 13 (Tel: 91315862)

S.O.S. - ein "Büroversehen" beim Haus- und Hof-Flohmarkt

Foto: (c) H. Hecker
Leider kam es gestern zu einem technischem Problem im Nachbarschaftsbüro und es ist unklar, ob wirklich alle Anmeldungen zum Haus- und Hof-Flohmarkt gerettet wurden. Es geht aber nur um die Anmeldungen, die am Donnerstag, 22.9.,nachmittags direkt im Nachbarschaftsbüro erledigt wurden.Daher die Bitte an diese Anmelderinnen und Anmelder sich nochmals kurz zu melden. Telefon: 069-93490218 oder mail: roedelheim-west@frankfurt-sozialestadt.de.