Freitag, 25. August 2017

Am alten See 19 - Beitrag in der Hessenschau vom 24.8.2017

"Ein Haus in Frankfurt-Rödelheim befindet sich mitten in der Entmietung. Jetzt haben rund 100 Menschen gegen die Vermieter demonstriert, denn diese haben den Mietern - überwiegend aus Ost-Europa - wegen Eigenbedarf gekündigt und einfach die Armaturen abgeschraubt".:  zum Beitrag.

Dienstag, 22. August 2017

Pressemitteilung der Gruppe "Rödelheim solidarisch"



Rödelheimer Vermieter*innenpaar greift zu illegalen Entmietungspraktiken - Mieter*innen wehren sich



Ein Vermieter*innenpaar aus Rödelheim kündigt vor einiger Zeit Eigenbedarf für ein vollvermietetes Mehrparteienhaus in Rödelheim an und verschickt Kündigungen an die Mieter*innen. Diese verfügen über bestehende Mietverträge, legen Widerspruch ein und bleiben - trotz miserablem Zustand des Hauses und menschenunwürdiger Wohnverhältnisse.Die Vermieter*innen fordern den Auszug der Mieter*innen zum 1. August,doch ein Dutzend Mietparteien verharrt in dem dringend sanierungsbedürftigen Haus - mangels Alternative. Nun greifen dieEigentümer*innen, teilweise selbst als Rechtsanwalt tätig, zu illegalen Entmietungspraktiken um die Mieter*innen zum Ausziehen zu bewegen: Nach wiederholten verbalen Drohungen und Einschüchterungsversuchen tauchen die Vermieter*innen am gestrigen Mittwoch (16. August) erneut im Haus Am alten See 19 auf, diesmal stellen sie die Warmwasserversorgung ein und montieren die Armaturen der  Gemeinschaftsduschen ab. Die Mieter*innen wissen sich gegen solche gesetzeswidrigen Entmietungspraktiken zu wehren und haben heute morgen mit anwaltlicher Unterstützung einen Antrag auf  einstweilige Verfügung zur Wiederherstellung der Warmwasserzufuhr und

Wiederanbringung der Armaturen beim Amtsgericht Frankfurt beantragt. Dem Antrag wurde gerichtlich bereits stattgegeben, die Vermieter*innen sind nun gezwungen, das warme Wasser wieder anzustellen.

Die Mieter*innen werden unterstützt von der Stadtteilinitiative Rödelheim Solidarisch. Deren Ziel ist es, sich bei Problemen mit Vermieter*innen und anderen Alltagsproblemen im Stadtteil gegenseitig zu unterstützen, strukturelle Ursachen öffentlich zu machen und politisch dagegen aktiv zu werden. Schlechte Wohnverhältnisse von unteren Einkommensgruppen und Menschen in prekären Lebenslagen sind in Frankfurt ein stadtweites Problem, für das die Stadt politische Verantwortung trägt. Illegale Entmietungspraktiken und mangelnde Instandhaltungen von Mietshäusern werden hier weder ausreichend verfolgt noch werden die am Wohnungsmarkt diskriminierten Personen vor manifester Armut oder Obdachlosigkeit geschützt. Rödelheim Solidarisch macht auf diesen eklatanten Fall von Mietwucher und die Rausschmissversuche von Mieter*innen in unserer Nachbarschaft aufmerksam und fordert die Stadt auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen, eine  soziale Wohnraum-versorgung für alle zu garantieren sowie Mietwucher und unwirksame Kündigungsversuche zu ahnden, um Obdachlosigkeit zu verhindern.

Rödelheim Solidarisch, 17.08.2017

Kontakt: roedelheim-solidarisch@systemli.org / Telefon 01521-3875840

Brückenfest am Blauen Steg am Sonntag, 3. September 2017, 14 bis 18 Uhr



Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr zum „Brückenfest am Blauen Steg“ eingeladen. Im Januar gab es schon die winterliche  Version des Nachbarschaftsfestes als „Winterzauber am Blauen Steg“. Seit  Mai läuft die Vorbereitung für die sommerliche Variante des Brückenfestes am Blauen Steg.

 Das Gelände rund um den Blauen Steg in Rödelheim wird am Sonntag, dem 3.9.2017, wieder Schauplatz eines außergewöhnlichen Nachbarschaftsfestes. Von 14 bis 18 Uhr stehen rund um die Nidda-Brücke am Ende der Marquardstraße Gespräche, Begegnung und Aktion, Kultur und Kreativität im Mittelpunkt. Inspiriert von der  Skulptur des Barfüßers am Niddaufer in der Kurt-Halbritter-Anlage lautet das diesjährige Motto des Brückenfestes „Mit Hand und Fuß“.

 Zu den Aktionen „Mit Hand und Fuß“ gehören beispielsweise ein Barfußpfad, ein Riesentischkicker, Jahrmaktein Wettbewerb im Fingerhakeln, die Bepflanzung von Schuhen, Kreativaktionen, ,  Maniküre mit Henna und Glitzer und einiges mehr. Auch die Strand-Bar am Niddaufer mit Liegestühlen und hoffentlich viel Sonnenschein bereichert wieder das Fest. Für ein abwechslungsreiches Musik- und Tanz-Programm gehört auch dazu mit den Musikgruppen EveryFriday (15 Uhr) und den Anonymen Saxophoniker (17 Uhr). Beide Gruppen sind auch bei der diesjährigen Musiknacht aufgetreten. Um 16 Uhr gibt es SqareDance sowohl zum Zuschauen als auch zum Mitmachen. 

 Den Kaulquappen als Wesen ganz ohne Hand und Fuß widmet Ulla Leis die Mini-Lesungen eigener Texte. Diese Lesungen finden in der Zeit von 15 – 17 Uhr direkt am Barfüßer statt.

Um aktive Unterstützung bittet das Brückenfestkomitee auch die Festbesucherinnen und Festbesucher. 
  • Kuchenspenden sind willkommen, denn durch den Verkaufserlös wird das Fest mitfinanziert. Die Kuchen können am Festtag vor Ort abgegeben werden. 
  • Wer sich außerdem noch als Helferin oder Helfer beteiligen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Vor allem beim Auf- und Abbau wird tatkräftige Unterstützung benötigt.

Weitere Informationen gibt es beim Quartiersmanagement Rödelheim-West der Diakonie Frankfurt, Tel. 069/ 93490218, oder auf der Homepage: www.brueckenfest-roedelheim.de.