Donnerstag, 26. Oktober 2017

Offener Brief von Mieterinnen und Mieteren aus dem Haus Thudichumstr. 18-22 an die Schader-Stiftung

Offener Brief: Umbauarbeiten und Investitionsstau – Wir haben genug

Sehr geehrter Herr Gemeinhardt, sehr geehrter Herr Schader,


wir wenden uns an Sie als vertretungsberechtigte Vorstände der Schader-Stiftung, die
Eigentümerin unseres Mietshauses ist und dort Sanierungsarbeiten beauftragt hat. Seit
Wochen sind in unserem Wohn-Hochhaus in Rödelheim Bauarbeiten im Gange, die von der
Hausverwaltung VEGIS Immobilien betreut werden. Dabei wird auf Grund von Planungs-mängeln in nicht akzeptabler Weise in die Privatsphäre der Mieter*innen eingegriffen. Die Maßnahmen bieten perspektivisch keine Verbesserung und sind ökologisch fragwürdig. Dies alles geschieht ohne dass anständig kommuniziert, geschweige denn ein Mitspracherecht eingeräumt würde. Wir erachten das Vorgehen für eine Stiftung, die sich selbst zum Ziel setzt, nachhaltige und sozialverträgliche Beiträge zur Bewältigung der Wohnungsfrage zu liefern und demokratisches Gemeinwohl zu fördern, als unwürdig. Wir haben genug.


Wir haben am Sonntag 15. Oktober 2017 im Rahmen einer selbst organisierten Mieter*innen-Versammlung, an der rund 50 Mieter*innen teilgenommen haben, folgende Kritikpunkte und Forderungen zusammengetragen. 

„Mit Baby in Rödelheim“

Expertinnen beraten junge Familien und werdende Eltern aus dem Stadtteil.

Freitag, 27.10.2017, von 10 bis 12 Uhr in den Räumen der Katholischen Kindertagesstätte im Kirschbaumweg 17-19

Unter dem Motto „Mit Baby in Rödelheim“ möchten die Veranstalter junge Familien in Rödelheim unterstützen. Der Zusammenschluss von Expertinnen aus dem Stadtteil hat sich zum Ziel gesetzt, Familien mit kleinen Kindern möglichst umfassend über die Möglichkeiten in Rödelheim zu informieren und sich als Gesprächspartner für alle Fragen rund um das Leben mit dem Baby anzubieten. „Um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, lautet ein afrikanisches Sprichwort. An diese Erkenntnis knüpft die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder an, in deren Mittelpunkt Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren stehen. Von den Expertinnen können aktuell und unkompliziert Auskünfte zu Themen wie „Schlafen und Schreien, Ernährung, Zähne, Krippenplätze, Frühe Bindung, Impfungen, Besuche beim Kinderarzt, Sprache, Spielen und Lernen“ eingeholt werden. Gleichzeitig entstehen Kontakte zu Mitarbeiterinnen von Einrichtungen, die ganzjährig den Eltern zur Seiten stehen wollen. Veranstaltet wird der Informationsmarkt vom „Fachforum 0-12 im Quartier Rödelheim-West“. Beteiligt an diesem Netzwerk sind die Kindertagesstätten der Katholischen  St. Antoniusgemeinde, die Erziehungsberatungsstelle Rödelheim, die Abteilung Frühe Hilfen des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt am Main sowie die Stadtteilbibliothek Rödelheim. Das Quartiersmanagement Rödelheim-West der Diakonie Frankfurt am Main im „Frankfurter Programm-Aktive Nachbarschaft“ unterstützt und koordiniert die Initiative. Im Rahmen der Veranstaltung wird es die Eltern zu ihren zusätzlichen Bedarfen und Wünschen befragen und dazu gegebenenfalls weitere Treffen initiieren.

Kennen Sie Frankfurt am Main?

Gabriele und Manfred Steiner setzen ihre beliebte Vortragsreihe über die Stadt Frankfurt
in der Stadtteilbibliothek Rödelheim fort und laden Sie herzlich zu dem nächsten Termin ein:

Das wahre Gretchen – ein Frankfurter Kriminalfall Die Dienstmagd Susanna Margarethe Brandt ist die Vorlage für Goethes Gretchen im Faust. Das Schicksal der Kindsmörderin erregte die Gemüter damals wie heute. Ein Bildervortrag von Gabriele und Manfred Steiner mit Wissensquiz.

Die Dienstmagd Susanna Margarethe Brandt ist ein Kind ihrer Zeit und Gesellschaft. Sie hat weder lesen noch schreiben gelernt und sie meinte, bei ihrer Verführung und der Tötung ihres Kindes muss der Teufel im Spiel gewesen sein. Die Prozessakten dieses tragischen Falls sind heute noch vollständig erhalten und gelten als ein Zeitdokument des Lebens der armen und ungebildeten Leute in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Urteilsspruch des Frankfurter Rats lautete: "Tod durch das Schwert".

Freitag, 3. November 2017, 17 Uhr, Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostr. 17-19, Eintritt frei.