Donnerstag, 29. November 2018

Weihnachten mit Überraschendem und viel Humor bei „Lesefreuden um vier“ am 14. Dezember

Weihnachtsgeschichten voller gepfefferter Überraschungen und mit viel „menschlichem Faktor“ sind am Freitag, 14. Dezember 2018 um 16 Uhr  in der Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19 zu hören. Leonore Gauland vom Frankfurter Bürgerinstitut garantiert mit  ihrer  Literaturauswahl gute Unterhaltung und eine stimmungsvolle Pause bei den Weihnachtsvorbereitungen. Das Quartiersmanagement Rödelheim-West im „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ und die Stadtteilbibliothek Rödelheim laden zu einer vorweihnachtlichen Stunde Literatur bei  Tee und Kaffee  im Rahmen der Reihe „Lesefreuden um vier“ ein. Der Eintritt zur Veranstaltung  ist frei. Die Stadtteilbibliothek befindet sich im 1. Stock in der Radilostraße 17-19 und ist mit einem Aufzug bequem zu erreichen.

Sonntag, 25. November 2018

Lesung: "Rettet wenigstens die Kinder"

Edith Stern mit ihrer Großmutter © Familie Froehlich
Kindertransporte aus Frankfurt – Lebenswege von geretteten Kindern

Die abenteuerliche Reise eines Rödelheimer Mädchens über Schweden in die USA: Edith Froehlich, geb. Stern.

Nach den Novemberpogromen 1938 konnten etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei durch die sogenannten Kindertransporte gerettet werden. Im Mittelpunkt des Buches "Rettet wenigstens die Kinder" stehen ihre Lebensgeschichten und die Schicksale ihrer Familien. Mitherausgeberin und Autorin Till Lieberz-Groß berichtet über die Familie Stern.

Familie Stern hatte in den 1920er-Jahren ein Textilgeschäft in Alt Rödelheim. Sie waren angesehene Rödelheimer Bürger. Vater Arthur Stern war nicht nur ein tüchtiger Kaufmann und Handelsvertreter, sondern auch ein engagierter Vereinssportler, Turner und Fußballer beim Rödelheimer Fußball Club. Mutter Elly Stern führte erfolgreich das Geschäft. Ab 1933 war die alteingesessene Rödelheimer Familie dem Terror und Verfolgungen der Nazis ausgesetzt. Tochter Edith konnte im Juli 1939 ihre Heimat mit einem rettenden Kindertransport nach Schweden verlassen und so überleben. In den USA konnte Edith ein neues Leben beginnen, sie heiratete Walter Froehlich, gründete eine Familie. Edith Froehlich, geb. Stern starb im Alter von 91 Jahren im November 2014 in den USA.

In Rödelheim ist die Familie spätestens seit Anfang des Jahres bekannt, als die neu gestaltete westliche Seite des Rödelheimer Bahnhofs als "Arthur-Stern-Platz" eingeweiht wurde. An der feierlichen Eröffnung hatten auch die Geschwister Carol und William Froehlich teilgenommen, die Kinder von Edith Froehlich und Enkel von Arthur Stern.

Lesung von Till Lieberz-Groß am Dienstag, 4. Dezember 2018 um 19.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek Rödelheim, Eintritt frei. Die Lesung findet in Kooperation mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt e.V. statt.